Ausgangssituation
Die Hauptkläranlage Wien reinigt täglich rund 500.000m³ Abwasser, das sind ca. 90 % des gesamten Wiener Abwassers. Die Hauptkläranlage - 1980 ursprünglich für 2,0 Mio. Einwohnergleichwerte (EWG) angelegt - kann seit der Eröffnung der Erweiterung Abwasser im doppelten Ausmaß reinigen. Das Abwasser durchströmt in etwa 20 Stunden die mechanischen und biologischen Reinigungsstufen der Anlage, bevor es geklärt in den Donaukanal abläuft.
Zielsetzung
Umfassende Um- und Zubauten erhöhen nun die Leistungsfähigkeit der Kläranlage. Um die Restwassergüte weiter zu erhöhen und die Effizienz der Anlage zu steigern, wird der Bestand erweitert. Im Zuge dieser Umbauarbeiten werden nicht nur die bestehenden betrieblichen Hochbauten saniert und ausgebaut, sondern auch Zubauten neu errichtet.
Umsetzung
Die Leitwarte wird komplett saniert und erneuert. Als Zubau zum Bestand wird ein Sozialgebäude mit Küche, Speisesaal, Garderoben, Duschen und diversen Sozialräumen errichtet. Zusätzlich werden ein neues Portierhaus, ein Werkstattgebäude sowie eine Garage zugebaut. Da anlagenbedingt ein höheres Risiko für Geruchsbelästigung besteht, werden besonders an die Raumlüftung und die Aufbereitung der Zuluft hohe Ansprüche gestellt. Eine weitere Herausforderung ist die Regelungsanlage, da die bereits bestehende Anlagentechnik sinnvoll integriert wird.